Elektrische Prüfungen

Isolationsprüfung:

Überspannungsschutzgeräte werden nach DIN EN 61643-11, elektrisch isolierende Elektroinstallationskanalsysteme werden nach DIN EN 50085-1 und Kabelabzweigkästen werden nach DIN EN 60670-1 geprüft. Dabei wird die Spannungsfestigkeit der Isolation entsprechend der höchsten Dauerbetriebsspannung für Überspannungsschutzgeräte, der Bemessungsspannung von Elektroinstallationskanalsystemen und Kabelabzweigkästen geprüft. Während der Prüfung der Isolation mit einer Prüfspannung nach Bild 5 an Überspannungsschutzgeräten, mit einer Prüfspannung von der doppelten Bemessungsspannung + 1000 V an Elektroinstallationskanalsystemen bzw. einer Prüfspannung nach Bild 5 an Kabelabzweigkästen darf kein Überschlag auftreten.

Leitfähigkeitsprüfung:

Elektrisch leitfähige Kabelträgersysteme werden nach DIN EN 61537 und elektrisch leitfähige Elektroinstallationskanalsysteme werden nach DIN EN 50085 geprüft. Dabei wird die Leitfähigkeit an Verbindungsstellen mit einem Wechselstrom von 25 A geprüft. Entlang einer Kabelträgerlänge darf die Impedanz (gemessene Spannung/Wechselstrom) 5 mΩ/m nicht überschreiten. Über einer Verbindung darf die Impedanz 50 mΩ nicht überschreiten.

Testaufbau Isolationsprüfung
Prüfung Kabelrinne
Tabelle Spannungsfestigkeit

EMV-Prüfung:

Leitungsgebundene EMV-Prüfungen mit Stoßspannungen 1,2/50 und 10/1000 sowie Stoßströmen 8/20 und 10/1000 mittels Hybridgenerator. Der Hybridgenerator ist ein automatischer Prüfplatz, an dem Datenleitungsschutzgeräte normgerecht nach EN 61643-21 geprüft werden können. Untersuchungen von Kopplungsmechanismen: Es wird ein Stoßstrom durch einen Antennenaufbau geleitet,
der ein Störfeld erzeugt. In diesem Störfeld wird die Einkopplung von Störspannungen in ein Kabel gemessen unter Berücksichtigung verschiedener Verlegungsarten. Dabei wird die Schirmwirkung von Kabelträgersystemen und Elektroinstallationskanalsystemen untersucht.

Tabelle Prüfspannung