Trittschall

OKA Kanalsystem, Schallschutz

Mindestanforderungen

Die Mindestanforderungen an den baulichen Schallschutz sind in der DIN 4109 "Schallschutz im Hochbau" geregelt. Allgemeine Informationen zum Thema Schallschutz und der Installation von Unterflur-Systemen sind dem allgemeinen Planerteil zu entnehmen.

Für das Kanalsystem OKA sind qualifizierte Prüfungen zur Ermittlung der Luft- und Trittschallübertragung mit dem Prüfinstitut MÜLLER-BBM GmbH in Planegg / München durchgeführt worden. Untersucht wurde das Luft- und Trittschallverhalten sowohl bei vertikaler, d.h. von Geschoss zu Geschoss, als auch bei horizontaler Schallübertragung, d.h. von nebeneinander liegenden Räumen.

Der Prüfaufbau erfolgte in einer schwimmenden Estrichkonstruktion.

OKA Kanalsystem Bodenschnitt Trittschall

1

50 mm Zementestrich, CEMI 52,2 N, flächenbezogene Masse m'=15kg/m²

2

0,2 mm PE-Folie

3

30 mm Trittschalldämmung dyn. Steifigkeit s'= 15 MN/m³

4

40 mm Wärmedämmung Styropor EPS 100/035

5

38 mm Installationskanal

Schalltechnische Bewertung

Im folgenden Abschnitt erfolgt die Bewertung der Prüfergebnisse. Bezogen auf die bewertete Trittschallminderung des Estrichs ohne ein Bodensystem werden die im Folgenden getroffenen Aussagen als zulässig gehalten.

Die schalltechnische Bewertung auf Basis der vorliegenden Prüfzeugnisse kann wie folgt zusammengefasst werden:

Horizontale Luft- und Trittschallübertragung Das System ist für Bausituationen mit Anforderungen an Trennwände bis zu R‘w = 52 dB geeignet.

Das System erfüllt bei horizontaler Trittschallübertragung die normalen Empfehlungen im Sinne von Beiblatt 2 zu DIN 4109 [4]. Sofern Anforderungen an einen erhöhten Trittschallschutz bestehen, sollte das System im Trennwand-bereich mit einem Schallschutzschott ausgebildet werden. Als Schallschutz-schott kann Steinwolle- oder Polyesterfasermaterialien verwendet werden, das auf eine Länge von mindestens 30 cm in den Installationskanal eingesetzt wird.

Vertikale Trittschallübertragung Das System OKA-W (offenes Kanalsystem, estrichbündig) verringert die bewertete Trittschallminderung im Vergleich zum ungestörten Bodenaufbau eines Zementestrichs in vertikaler Übertragungsrichtung um ΔLw = 5 dB.

Angaben entnommen aus Bericht M88034/06 vom 29. Juli 2014