Der Potentialausgleich in Unterflur-Systemen

Unterflur-Systeme

Elektrisch leitfähige Elektroinstallations-Kanalsysteme und ihre Ausbaukomponenten müssen nach EN 50085 die Anschlussmöglichkeiten bieten, um in den Potentialausgleich eines Gebäudes eingebunden zu werden.

Das Einbeziehen in den Potentialausgleich verhindert gefährliche Potentialunterschiede nach DIN EN 50310. Alle Unterflur-Systeme von Ackermann made by OBO sind so ausgerüstet, dass der Einbezug in die Schutzmaßnahme ohne großen Aufwand möglich ist.

Um ein Kanalsystem in den Potentialausgleich einzubinden, kann z. B. der Schutzleiter-Anschlusswinkel 8AWR verwendet werden. Der Schutzleiter-Anschlusswinkel wird in die vorhandenen Einbauprägungen oder in entsprechende Nuten eingesetzt. Die Befestigungsschraube muss mit einem Drehmoment von mindestens 1,2 Nm festgezogen werden. Der Klemmbereich ist für zwei Anschlussleitungen von 1,5 bis 4 mm² ausgelegt.

Die DIN EN 50174-2 (VDE 0800-174-2) Informationstechnik - Installation von Kommunikationsverkabelung fordert den Einbezug leitender Installationssysteme in den zusätzlichen Funktionspotentialausgleich bis zum Anschlusspunkt. Dieser Potentialausgleich dient nicht dem Schutzpotentialausgleich, sondern dem EMV-Schutz als Funktionspotentialausgleich.

Der Elektrofachplaner bzw. der Elektroinstallateur ist verantwortlich für die Durchführung der Schutzmaßnahme und die Einhaltung der vor Ort gültigen Errichterbestimmungen.