Funktionserhalt nach DIN 4102 Teil 12 an Holzbauteilen sicherstellen

Mit Holz bauen und trotzdem für bestmöglichen Brandschutz sorgen: Mit dem Know-How und dem Produktportfolio von OBO Bettermann wird das tatsächlich möglich.

Immer mehr Bauprojekte werden mit Holz realisiert, denn der Baustoff ist nachhaltig, sauber und wesentlich leichter als andere Stoffe wie zum Beispiel Stahlbeton. Neben diesen Vorteilen besteht jedoch ein gewaltiger Nachteil: Holz ist brennbar. So erscheint es zunächst paradox, mit Holz auch brandschutztechnisch anspruchsvolle Gebäude zu realisieren.

Insbesondere in öffentlichen Gebäuden muss ein sicherer Brandschutz gewährleistet sein: Um eine Evakuierung im Brandfall zu ermöglichen, müssen Fluchtwege sicher begehbar bleiben und technische Einrichtungen wie Brandmeldesysteme, Rauchabzugsanlagen oder Notbeleuchtungen weiter funktionieren.

Doch der Trend zum Holzbau muss nicht am Brandschutz scheitern. Obwohl das Material Holz zu den brennbaren Baustoffen zählt, weist es aufgrund seiner Eigenschaften im Brandfall ein vergleichsweise günstiges Verhalten auf. An der Brand zugewandten Fläche bildet sich eine Holzkohleschicht, die das darunterliegende Holz vor Sauerstoffzufuhr und somit vor weiterem Abbrand schützt. Der verbleibende unverbrannte Restquerschnitt im Holzbauteil kann unter Berücksichtigung der Abbrandrate und anderer Faktoren ermittelt werden. Der Restquerschnitt variiert je nach Holzbauteil und Dauer der Brandeinwirkung.

Notausgang
Sichere Befestigung an Holzbauteilen in Verbindung mit dem Funktionserhalt nach DIN 4102 Teil 12

Brandschutztechnisch ungeschützte Holzbauteile müssen einige Grundvoraussetzungen erfüllen, damit Kabeltragsysteme mit Funktionserhalt an ihnen installiert werden können:

  • Das Bauteil muss aus Massivholz bestehen (Leimholzbinder, Brettschichtholz).
  • Es muss ein rechnerischer Nachweis für den grundsätzlichen Gebrauchszustand vorliegen. Das bedeutet, das Bauteil ist statisch für das Gebäude ausreichend dimensioniert.
  • Ein weiteres rechnerisches Verfahren, die sogenannte „Heißbemessung“ (Bestimmung von Tragvermögen von Tragstrukturen im Brandfall) muss klären, wie stark das Bauteil über den grundsätzlichen Gebrauchszustand hinaus dimensioniert sein muss, damit der Kern trotz Abbrandes die vorgesehen Last im Brandfall tragen kann.

Sind die Anforderungen an das Holzbauteil erfüllt, muss die Art des Kabeltrag-Systems festgelegt werden. OBO bietet ein über Jahre immer wieder erweitertes und vor allem geprüftes Produktportfolio für den Funktionserhalt an.

Die sichere Installation an brandschutztechnisch ungeschützten Holzbauteilen erfolgt mit speziell für die Verbindung in Holz zugelassenen Schrauben. Die Holzschrauben von OBO sind die ideale Lösung für die zuverlässige Befestigung an Holz, so dass der Funktionserhalt nach DIN 4102 Teil 12 gewährleistet ist.

Kabeltragsysteme unterhalb oder seitlich befestigt
Senkrechter Kabelverlauf an einer Stütze

Gutachten herunterladen:

Gutachterliche Stellungnahme Befestigung an Holz (GS-IBB_GA-2016-034-Mey_Befestigung-an-Holz_2017-01-30)